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Wer macht den Festzug?
Schaut man sich die Treysaer Kirmesfestzüge an, mit ihrem jährlich wechselnden Motto, ihren fantasiereichen Motivwagen, liebevoll im Detail ausgearbeitet und mit Akteuren besetzt, die mit Herz bei der Sache sind, so stellt sich die Frage: Wer macht eigentlich diesen Festzug? In Ziegenhain ist die Antwort einfach: Das macht, wie die ganze Kirmes, die Stadt. In Treysa macht’s nicht die Stadt. Oder doch? Ja, der Hutzelkirmes- Festzug ist ein Projekt der ganzen Stadt.
Wie bekannt, sind die Kirmesburschen verantwortlich für die gesamte Hutzelkirmes von A bis Z, so auch für den Festzug. Auch hier tragen sie das volle finanzielle Risiko. Traditionell gibt es aber eine breite Helferschar, welche große Teile der Arbeit bei der Planung und Ausführung des Festzugs leistet.
Die Planer: Der Festzugsausschuss
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Die Macher: Vereine, Betriebe, Verbände
Neben den Vereinen der Stadt engagieren sich auch die Behörden, und öffentlichen Einrichtungen, wo insbesondere das Diakoniezentrum Hephata und bis 2006 die Bundeswehr zu nennen sind. Auch die ortsansässigen Betriebe von der Firma Freudenberg bis zum Dachdeckerbetrieb Kämmer sind beteiligt. Schließlich gibt es immer wieder Privatgruppen, welche aus Spaß an der Freud und aus Traditionsbewusstsein einen Wagen gestalten.
Die Ausführung: Alle zusammen
Bereits am Kirmessamstag beginnt der Aufbau der Festwagen, und am Sonntagmorgen ist Hochbetrieb in der Lehmenkaute. Da wird geschmückt, gehämmert und geflucht, wenn etwas nicht passt. Da muss ein Motiv abgeändert werden, weil der Aufbau zu hoch ist und nicht unter den Wimpelketten in der Stadt hindurch passt. Es müssen noch ganz kurzfristig Requisiten besorgt werden, auf dem Weg in die Stadt ist der Storch vom Nest gefallen.
Aber dann steht alles im Aufstellraum, und
pünktlich um 14:00 Uhr gibt Martin Sauer das Signal zum Start. Der Zug setzt
sich in Bewegung, und es hat sich wieder mal gelohnt, und es macht einen
Mordsspaß. Man sieht den beteiligten an, dass sie ihr Motiv verinnerlicht
haben. Da gibt es kein langweiliges Posieren auf dem Wagen, da wird die
Szene gelebt. Da schwingen die Tänzerinnen im Moulin Rouge die Beine, die
Big Spender schwingen die Sektgläser.
Nach einer Stunde ist alles vorbei. Die Wagen werden abgerüstet, und die mit viel Arbeit und Mühe gebauten Kulissen verschwinden im Müllcontainer. Gemeinsam geht’s ins Festzelt in der Lehmenkaute, wo man bei der Musikparade der Festzugskapellen den trockenen Hals bekämpft. Wie der Festzug war? Können wir nicht sagen, wir haben schließlich nur unseren Wagen und den davor und dahinter gesehen. Aber eine Mordsgaudi war’s!
Der Festzugsausschuss macht sich schon mal Gedanken über das Motto fürs nächste Jahr. |