Mittwoch, 09.August: Probtanz
Start war auch in diesem Jahr wieder mit dem Probtanz am 09.
August 2006 als Auftaktveranstaltung für die kommende Treeser Hutzelkirmes.
Vor der Kulisse der frisch renovierten Totenkirche versammelte sich trotz
des kühlen und feuchten Wetters eine ansehnliche Besucherschar, um sich bei
der Musik der Schwalmrebellen auf die Kirmes einzustimmen.
Nach dem Motto "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur
falsche Kleidung!" wurde auch Regenschauern getrotzt und durchgefeiert bis
in die frühen Morgenstunden.

Kirmesburschensprecher Christoph Maier begrüßte die Zuschauer
und bedankte sich nochmals bei der evangelischen Kirchengemeinde, welche es
ermöglichte, diese Veranstaltung auf dem Gelände feiern zu dürfen.
Die Kirmesburschen nutzen den Probtanz nicht nur zur
Einstimmung auf die Kirmes,
sondern auch um verdiente Mitglieder zu ehren und sich bei
ihren ehrenamtlichen Helfern zu bedanken.
Freitag, 11.August: Eröffnung
Am Freitag, den 11. August 2006 war es dann endlich soweit,
die offizielle Kirmeseröffnung stand an. Man traf sich vor dem
Sudkessel der
Brauerei, um aus Anlass der 60. Kirmes ein ordentliches Erinnerungsfoto
schießen zu lassen. Dann begaben sich die Kirmesburschen in Ihrem feschen
Outfit - schwarze Hose, weißes Hemd und blau-weiß gebänderter Zylinder
schmücken eben ungemein - auf den Marsch durch Treysa. Erfreulicherweise
waren viele ältere Kirmesburschen dem Aufruf des Vorstands gefolgt und
hatten noch einmal den Zylinder aufgesetzt. Laut schallte es dann durch
Treysas Innenstadt: "Die Treeser Kirmes, sie lebe hoch!"
"Obwohl die Kirmesburschen für die Hutzelkirmes allein verantwortlich sind,
so ist und war auch in den vergangenen 59 Jahren zuvor die Ausführung nur
möglich durch die Mithilfe vieler ehrenamtlicher
Bürger der Stadt." sagte
der Sprecher der Kirmesburschen Christoph Maier, bei seiner Eröffnungsrede
im Festzelt und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. Auch Bürgermeister
Wilhelm Kröll bekräftigte die Wichtigkeit des freiwilligen Engagements.
Durch Anhängen des Jahreswimpels an die Kirmesfahne eröffnete er die 60.
Hutzelkirmes.
Im Anschluss daran brachte der Aalbachtal-Express das
Festzelt auf Trab. 16 Musiker, zunächst als exzellente Blaskapelle, dann
Stielwechsel über Oldies und Schlager bis zum Rock - bis spät in die Nacht
war Stimmung und gute Laune an den Tischen und an der dicht umdrängten
Theke.
Samstag, 12. August: Kindernachmittag,
Feuerwerk
Der Kirmessamstag begann traditionell mit dem
Kindernachmittag, d.h. das Festgelände gehörte den kleinen Gästen mit ihren
Eltern. Das Kinderprogramm beinhaltete neben einem Kinderpreisrätsel, eine
Zaubervorstellung des Clowns Laurin und das alle Jahre wieder beliebte
Kinderschminken.

Eine volle Stunde lang faszinierte Zauberclown Laurin sein junges Publikum
und zog sie samt Eltern in seinem Bann, wenn er Dinge verschwinden ließ,
Zauberstäbe von rot in weiß umfärbte oder aus einem Softball in der Hand
eines Kindes gleich derer sechs machte. Zum Abschluss zeigte er noch echte
Magie: Aus Luftballons entstanden Katzen, Hunde und Papageien.
Beim
Schminkstand standen die Kinder Schlange, um sich in eine Prinzessin, einen
Kater oder sonst ein Fabelwesen verwandeln zu lassen. Die Eltern stärkten
sich derweil bei Kaffee und Kuchen, welcher vom Förderverein des
Kindergartens in der Bleichwiese angeboten wurde. Der Erlös hieraus kam
allein dem Kindergarten zugute.
"Die Welt zu Gast bei uns", genau wie das Festzugsmotto, so lautete der
Lösungsspruch für das Kinderpreisrätsel. Viele hatten sich auf die Suche
nach den in den Schaufenstern der Geschäfte der HGV verteilten Buchstaben
gemacht, und auch am Zelt wurden noch Lösungszettel ausgefüllt. Wer sich
nicht sicher war, bekam dezente Hinweise. So konnte Burschenschaftssprecher
Christoph Maier aus über 60 Teilnahmekarten den Gewinner ziehen. Noah Mühling freute sich über eine Zweitages-Reise in den Herbstferien für zwei
Personen ins Phantasialand bei Brühl.
Ein paar Stunden später war es auch schon wieder soweit, der
Abend wurde durch den Auftritt der bayerischen Stimmungs- und
Unterhaltungsband „Die Dürrbachtaler“ eingeleitet. Sie zeigten im Zelt, dass
man mit Blasinstrumenten nicht nur schunklige Volksmusik machen kann,
sondern richtig für Stimmung und Spaß sorgt. Daneben bot der Festplatz
Vergnügung für jung und alt, für das leibliche Wohl war auf verschiedenste
Art gesorgt und auch bleibende Erinnerungen gab es zu erwerben.
Um 23:00 Uhr eröffnete dann ein Kanonenschlag das von den
Besuchern erwartete gigantische Höhenfeuerwerk. Gut 20 Minuten stand der
Himmel über der Lehmenkaute in Flammen. Danach wurde im Festzelt bis in die
frühen Morgenstunden weitergefeiert.
Sonntag, 13.August: Gottesdienst, Festzug, Discoshow
Der Sonntagmorgen begann mit dem ökumenischen Gottesdienst,
der wieder rege besucht war.
I m Anschluss folgte mit dem großen bunten Themenfestzug mit
all den Heimatmotiven, Spielmannszügen und Motivwagen auch in diesem Jahr
der Höhepunkt der Kirmes. "Die Welt zu Gast bei uns", so lautete das
diesjährige Motto und brachte noch einmal das Flair der
Weltmeisterschaftstage zurück. Neben zahlreichen Gruppen mit WM- Motiven
wurden Bilder aus aller Welt dargestellt. Vom Nordpol ging es über Spanien,
Holland und Costa Rica zur Fanmeile nach Berlin.
Immer wieder faszinierend sind die Begeisterung und die Fröhlichkeit, mit
welcher die Darsteller beim Treysaer Festzug agieren. Da wird gesungen,
getanzt, gewinkt und gelacht. Das Flair, welches von diesen Gruppen ausgeht,
lässt sich mit Fotos nur ungenügend beschreiben.
In diesem Zusammenhang danken die Kirmesburschen all denen, die mit viel
Engagement und Enthusiasmus zum Gelingen des Festzugs beigetragen haben,
denn ohne die Hilfe der örtlichen Betriebe und Institutionen, wie z.B. der
Bundeswehr, der Stadtverwaltung, des Diakoniezentrum
Hephata, des DRK, der
ortsansässigen Vereine und auch vieler Einzelpersonen als Teilnehmer wäre
eine solche Veranstaltung nicht durchführbar.
Im Anschluss an den Festzug fand im Festzelt traditionell die Musikparade
mit den am Festzug beteiligten Spielmanns- und Fanfarenzügen statt, wo man
den musikalischen Klängen nochmals lauschen konnte.
Am Abend wurde in Zusammenarbeit mit der Diskothek Hazienda im Festzelt die
Wet & Wild Party gefeiert. Neben einer Bühnenshow mit Duschen,
Spritzwasseranlagen sorgte vor allem die gigantische Bühnenfeuershow und die
vielen tanzenden Akteure für eine heiße erotische Nacht, die keiner so
schnell vergessen wird.
Montag, 14.August: Kirmesausklang
Dann war es auch schon wieder soweit, der letzte Kirmestag
war schon wieder ganz nah. Daher ließen es die Treeser Kirmesburschen am
Kirmesmontag auf dem Bürgerschoppen noch einmal richtig krachen.
Unbestrittener
Höhepunkt des Tages war der Auftritt der "Wüste Wüstensöhne". Die beiden
Jungs mit ihrem Minikamel brachten das Zelt zum Kochen. Salve auf Salve der
bekanntesten Mitsing-Hits schossen sie ab und ruhten nicht eher, bis das
Publikum mit "Hände zum Himmel" und "Viva Colonia" auf den Bänken stand.
Vereine und Betriebe hatten im Festzelt Plätze reserviert und begingen mit
ihren Mitarbeitern eine Betriebsversammlung der besonderen Art .
Eine besondere Verlosung hatten sich die Kirmesburschen ausgedacht. Zu jedem
Getränkebon gab es ein Los, und kleinere Gewinne, wie Bier in Körbchen und Fässchen, konnten sofort an der Theke abgeholt werden. Die beiden
Hauptpreise überreichte Burschenschaftssprecher Christoph Maier persönlich.
Petra Thiel fährt demnächst mit ihrem Partner für eine Woche in die Türkei.
Bianca Teuchler erhielt den Schlüssel für den Hauptpreis, einen 50ccm
starken Motorroller.
Die Kirmesburschen legten am Montag dann noch ihre schwarz-weiße Kluft ab
und wurden wie in jedem Jahr von Schausteller Achim eingekleidet. Mit ihren
T-Shirts wiesen sie auf die 60. Hutzelkirmes hin. Und weil man eigentlich
ein Narr sein muss, um sich die Arbeit mit der Kirmes Jahr für Jahr anzutun,
erhielten jeder von ihnen eine stilvolle Narrenkappe.
Zum Kirmesausklang bis in die frühen Stunden des Dienstagmorgens hinein,
sorgten dann nochmals die Schwalmrebellen für musikalische Unterhaltung und
heizten den Besuchern zum Abschluss noch mal richtig ein.
Dienstag, 15.August: Der Tag danach
Der Tag nach der Kirmes - das heißt für die Kirmesburschen
zunächst einmal Arbeit. Der Festplatz muss gereinigt werden, so dass keine
Spuren der Feierlichkeiten verbleiben. Nicht sehr angenehm.
Um 10:00 Uhr trafen sie sich, der harte Kern des Vereins; zum
Teil körperlich recht angeschlagen, die vergangene Nacht war lang und hart.
Nach einem kurzen Frühstück ging's an die Arbeit. Der Platz wurde abgerecht
und gekehrt sowie der Müll eingesammelt. Hier war es ein Segen, dass die
Temperaturen eher herbstmäßig waren, wodurch sich der Gestank in Grenzen
hielt.
Nach getaner Arbeit ging man dann zum gemütlichen Teil über.
Zum Teil waren jetzt auch die Partner und Kinder der Kirmesburschen
hinzugekommen. Der Kirmesfilm kam auf den Bildschirm, und so mancher, der am
Sonntag als Kassierer Dienst hatte, sah den Festzug jetzt zum ersten Mal.
Getreu dem Motto "Nach der Kirmes ist vor der Kirmes" wurde auch schon
darüber diskutiert, was man im nächsten Jahr besser machen könnte.
Denn bei allem Spaß blieb doch die traurige Tatsache: Diese Kirmes war ein
Verlustgeschäft. Bedingt durch das schlechte Wetter hatten wir in diesem
Jahr deutlich weniger Besucher. Dadurch hat sich ein Minus ergeben, welches
die Kirmesburschen jetzt ausgleichen müssen, teilte Verwaltungsratssprecher
Christoph Maier mit.
Samstag, 19.August: Dankeschön!
Einen netten Nachmittag verbrachten die Freunde
und Förderer der Hutzelkirmes am Samstag, den 19.08.2006 im Vereinsheim in
der Lehmenkaute. So eine Hutzelkirmes ist ja ein Gemeinschaftswerk. Zwar
führen die Kirmesburschen die Regie, sie sind für alles verantwortlich und
tragen auch das finanzielle Risiko. Trotzdem können sie ein solches Fest
nicht alleine ausrichten. Unter anderem erfordert gerade der Festzug
Bauarbeiter und Darsteller. Das Rote Kreuz stellt den Sanitätsschutz, die
Feuerwehr den Brandschutz beim Feuerwerk und viele mehr leisten ihren
Beitrag zum Gelingen des Festes.
Viele Hände arbeiten also ehrenamtlich und
freiwillig am Gelingen dieses Festes mit. Bei Ihnen wollten die
Kirmesburschen sich bedanken und luden zu einem gemütlichen Beisammensein in
ihr Vereinsheim ein. Bei Würstchen und Getränken ließ man die Festtage noch
einmal Revue passieren. Den Höhepunkt bildeten eine Bildershow sowie der von
Udo Krawetzke gedrehte Videofilm über die Kirmes, vorgeführt auf einer
Großbildleinwand.
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